Das etwas andere Interview

Thorsten Huber beantwortet wichtige Fragen, jeden Tag – in jedem Projekt. Stets das Ziel vor Augen, einfache Antworten zu finden, stellen wir Thorsten heute auf die Probe.

Wir haben drei Personen gebeten, drei Fragen an Thorsten zu stellen.

Da ist Lara, fünf Jahre alt, sie interessiert sich für Tiere und wird zu Hause von Ihrer Mutter tagsüber betreut. Abends kommt ihr Papa von der Arbeit nach Hause und freut sich auf die kurze gemeinsame Zeit.

Aus einer Personalvermittlung haben wir Simone (29 Jahe alt) gebeten, drei Fragen zu stellen. Sie arbeitet als Recruiting Consultant und versucht geeignete IT Experten für namhafte Unternehmen zu finden und zu vermitteln. Sie hat zwei Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren.

Als letztes baten wir Frank (46 Jahre alt) um drei Fragen. Er arbeitet bei einem Grosskonzern und ist derzeit für die Entwicklung einer Plattform für User-Interaction an einer Robotik-Steuerung verantwortlich. Er ist derzeit alleinstehend und sportlich sehr aktiv.

Thorsten hat alle drei besucht und stellt sich der Herausforderung:

Lara: Kommst Du auch immer so spät zum spielen?

Thorsten: Mir geht es ein bisschen wie Dir. Ich verbringe den ganzen Tag mit Dingen die mir Spass machen und freue mich, wenn auch andere – wie Dein Papa – Zeit mit mir verbringen und wir gemeinsam Dinge tun die allen Spass machen.

Lara: Kannst Du reiten?

Thorsten: Reiten kann ich leider nicht, ich habe es mal versucht – aber mir fehlt ein bisschen der Mut. Ich finde es aber sehr spannend, wie man ein Pferd dazu bringt Dinge zu tun, die es nicht von sich aus nicht tun würde. Je nachdem wer auf dem Pferd sitzt, kann man manchmal sehen wie es dem Pferd gefällt.

Lara: Hast Du viele Freunde?

Thorsten: Ich kenne sehr viele Leute und es ist ganz wichtig für mich, dass wir uns gut verstehen. Manchmal entsteht daraus echte Freundschaft – aber das ist nicht immer so.

Simone: Meine Kunden fragen immer mehr nach Mitarbeitern mit agiler Erfahrung. Wie kann ich das beim Bewerber verifizieren?

Thorsten: Agilität ist eine Grundeinstellung zur Arbeit und deren Wertschöpfung. Man kann Erfahrung in agilen Teams sammeln und sich darin entwickeln. Man kann Grundsätze und Methoden erlernen und anwenden. Im Kern muss man jedoch „Open Minded“ die täglichen Aufgaben bewältigen. Dies kann man durch Fragetechniken gut verifizieren.

Simone: Welche Weiterbildungsprogramme würdest Du empfehlen, damit Mitarbeiter für die Digitalisierung gut gerüstet sind?

Thorsten: Eine Herausforderung der Initiativen zur Digitalisierung ist das Unbekannte. Wenn wir heute wüssten wie sich die Revolution ausprägt, könnten wir losrennen und das Ziel treffen. Wir haben es jedoch mit vielen unbekannten Bedingungen zu tun, welche rechtzeitiges Handeln und stetigen Wandel erfordern. Heute würde ich daher Weiterbildungen in Programmiersprachen, generelle Softwareentwicklung- und Architektur empfehlen.

Simone: Häufig spreche ich nicht mehr mit den Entscheidern über neues Personal, sondern muss das Feedback aus dem Team abwarten. Hast Du hierfür Tips für mich?

Thorsten: Im agilen Umfeld übernimmt das Team, anders als früher, sehr viel Verantwortung für das Produkt. Statt Entscheidungen auf wenige Köpfe zu verteilen, entscheiden die Macher heute über Technologien und das Arbeitsumfeld. Es ist daher richtig und wichtig, dass genau diese Personengruppen entscheiden, welche Unterstützung sie benötigen und diese auch gemeinschaftlich verantworten. Als Tip kann ich mitgeben: Stelle immer die Frage welche Probleme es gilt es zu lösen. Klassisches Rollendenken, z.B. in Entwicklung und Tester, hat bereits ausgedient.

Frank: Ich habe über 40 Menschen die für das Projekt arbeiten, wie bekomme ich das mit agilen Methoden organisiert?

Thorsten: Das arbeiten mit vielen Menschen in einem Projekt erfordert einen hohen Kommunikationsbedarf und die Organisation von fachlichen Anforderungen. Mehrere kleine Teams sind meist effektiver. Um die Zusammenarbeit zu gewährleisten, können Modelle zur agilen Skalierung helfen.

Frank: Ich kenne meine Anforderungen ganz genau, warum empfiehlst Du dennoch den Einsatz von Scrum?

Thorsten: Scrum ist nicht nur eine Basis für sich ändernde Anforderungen. Es ist ein Framework welches von Werten für einzelne Teammitglieder lebt. Das Team ist das wichtigste Element, welches dem Projekt zur Verfügung steht – Scrum schafft einen Rahmen in welchem sich dieses verantwortungsvoll bewegen kann.

Frank: Ich habe schwierige Personen im Projekt, was würdest Du tun?

Thorsten: Dass jemand im Projekt mitwirkt, hat meistens einen Grund. Genau diese Stärken sollten durch das Team gefördert und vor allem genutzt werden. Schwächen muss man kennen, respektieren und im Alltag damit umgehen. Man kann respektvollen und motivierenden Umgang im Team fördern, so dass das Team in die Lage versetzt wird, Konflikte und Probleme dieser Art selbst zu lösen.

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